Sie befinden sich hier > Zentrale Dienste > Projekt: elektronische Beihilfebearbeitung in der Verwaltung

Projekt: Elektronische Beihilfebearbeitung in der Verwaltung (eBIV)

Projektbeschreibung:

In dem vom Bundesamt für zentrale Dienste und offene Vermögensfragen (BADV) gemeinsam mit dem Zentrum für Informationsverarbeitung und Informationstechnik (ZIVIT) initiierten Projekt eBiV wird ein zukunftsfähiges elektronisches Beihilfebearbeitungssystem auf der Grundlage des Beihilfefestsetzungsverfahrens ABBA betriebsfähig realisiert, das in moderne Vorgangsbearbeitungssysteme (VBS) integrierbar ist und auch von anderen Behörden eingesetzt werden kann. Die Entwicklung der vollelektronischen Beihilfeakte verbunden mit der durchgehend digitalen, medienbruchfreien und workflowgesteuerten Bearbeitung vom Posteingang (inkl. Scannen) über automatische Belegprüfung (einschließlich der Möglichkeit einer Dunkelverarbeitung) bis zur Archivierung ist vorgesehen.

Das Projekt wird als "EfA-Vorhaben" realisiert und hat als so genanntes "Leuchtturmprojekt" Aufnahme in den Umsetzungsplan 2008 des Programms "E Government 2.0" (Handlungsfeld "Portfolio") gefunden. Das Vorhaben nimmt insofern eine Schlüsselstellung in der IT-Strategie des Bundes ein.

Projektziele sind die Verbesserung der Service- und Bearbeitungsqualität, die Reduzierung der direkten Beihilfeausgaben und die breite Verwendung des neuen Systems in den Beihilfestellen.

Das mögliche Einsatzspektrum umfasst sämtliche Beihilfestellen des Bundes und darüber hinaus auch die der Länder und Kommunen. Insofern zielt das Projekt auf einen integrativen, Standard setzenden bzw. standardgemäßen Ausbau der Informationstechnik ab.

Der modulare Aufbau des Gesamtsystems ermöglicht es einzelnen Behörden, nur einzelne Komponenten in Anspruch zu nehmen und in anderen Bereichen ggf. auf eigene Systeme zurückzugreifen.

 

Elektronische Beihilfebearbeitung in der Verwaltung

interner Link folgt (neues Fenster)  Druckversion Elektronische Beihilfebearbeitung in der Verwaltung

 

Die einzelnen Module

Digitalisierung, Datenextraktion

Sämtliches Schriftgut wird gescannt und zum Zwecke einer qualifizierten Datenanalyse an ein modulares System zur automatisierten Belegerkennung übergeben Dort werden die Belege nach Dokumententypen klassifiziert und die benötigten Daten extrahiert. Die Qualität der extrahierten Daten wird durch

  • den Einsatz integrierter Korrektursoftware,
  • die Implementierung logischer und mathematischer Prüfungen,
  • die programmgestütze Durchführung individuell konfigurierbarer Datenabgleiche

optimiert.

Ziel ist das Erreichen einer auf die Gesamtheit aller Daten bezogenen Erkennungsrate von deutlich mehr als 90%.

Extrahierte Daten und dazugehörige Dokumente werden nachgeschalteten Systemen (DMS, ABBA, Prüfsoftware) in direkt weiterverarbeitbarer Form bereitgestellt.

 

Dokumenten-Management-System

Das DMS übernimmt als Middleware die Steuerung des Workflow inklusive der Vorgangsverwaltung und der Archivierung. Es ist darauf ausgerichtet, die komplexen Geschäftsprozesse der elektronischen Beihilfebearbeitung zu modellieren.

Die Organisation des medienbruchfreien Bearbeitungsablaufs erfolgt über ein elektronisches Postkorbsystem.

 

Prüfsoftware

Durch den gezielten Einsatz spezieller Software zur automatisierten Prüfung auf Einhaltung gebührenrechtlicher Regelwerke (z.B. GOÄ, GOZ, DRG) erschließen sich beträchtliche Einsparpotentiale im Bereich der direkten Beihilfeausgaben. Die Qualität der Beihilfebearbeitung wird zudem nachhaltig gesteigert.

 

Beihilfefachverfahren ABBA

Als Abrechnungssoftware kommt mit dem Fachverfahren ABBA der Marktführer im Bereich der automatisierten Beihilfebearbeitung zum Einsatz.

ABBA bildet das Bundesbeihilferecht inkl. der spezifischen Besonderheiten der BhV-Ausland vollständig ab.

Es deckt bereits jetzt die Rechtskreise verschiedener Länder und Kommunen ab.

 

Meilensteine

Die wesentlichen Meilensteine stellen sich wie folgt dar:

  • 05/2007: Sollprozesse für eBiV (Bereich Bundesfinanzverwaltung, BVA) modelliert
  • 11/2007: Festlegung der IT-Architektur für eBiV
  • 05/2008: Sollprozesse erweitert um die Belange der KVB
  • 02/2010: Belegerkennungs-Software einsatzbereit
  • 07/2010: Papierbasierter Posteingang ist digitalisiert
  • 07/2010: Start der Pilotierungsphase I im BADV (Digitalisierung, Belegerkennung
  • 09/2010: GOÄ-/GOZ-Prüfsoftware eingebunden
  • 10/2010: XDOMEA-konforme Schnittstelle zu DOMEA implementiert
  • 11/2010: Überarbeitung/Erweiterung des eBiV-Bausteins ABBA abgeschlossen
  • 06/2011: Start Pilotierungsphase II im BADV (Gesamtsystem)
  • 02/2012: AMNOG-Auswirkungen in eBiV realisiert
  • 03/2012: eBiV erreicht Produktionsreife in der Bundesfinanzverwaltung

Ausblick, Zukunftsperspektiven

Die Einführung der elektronischen Beihilfebearbeitung stellt auch mit Blick auf die elektronische Gesundheitskarte eine zukunftssichere Lösung dar. In einem weiteren Schritt soll auch die Antragstellung elektronisch erfolgen können.

  • 06/2012: Einbindung einer DRG-Prüfsoftware
  • 06/2013: Online-Antragstellung über ein Kundenportal

Kontakt

Bundesamt für zentrale Dienste und offene Vermögensfragen
- Dienstleistungszentrum -
Olaf Just
Am Propsthof 78 a
53121 Bonn

Telefon:    02 28 99 - 70 30 - 98 64
Telefax:    02 28 99 - 70 30 - 96 89
E-Mail:      E-Mail-Adresse folgt  olaf.just@badv.bund.de
Internet:     interner Link folgt (neues Fenster)  http://www.dz-portal.de

 


zum Seitenanfang

interner Link folgt (neues Fenster)  Flyer eBiV

 

Letzte Änderung: 16.11.2011