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Provenienzforschung zum Kunstbesitz des Bundes

Mit der externer Link folgt (neues Fenster) Gemeinsamen Erklärung der Bundesregierung, der Länder und der kommunalen Spitzenverbände zur Auffindung und zur Rückgabe NS-verfolgungsbedingt entzogener Kulturgüter, insbesondere aus jüdischem Besitz vom Dezember 1999, die im Zusammenhang mit der externer Link folgt (neues Fenster) Erklärung der Washingtoner Konferenz über Vermögenswerte aus der Zeit des Holocaust vom Dezember 1998 abgegeben und veröffentlicht worden ist, verpflichtete sich der deutsche Staat, verfolgungsbedingt entzogene Kulturgüter im Bereich der öffentlichen Hand in der Bundesrepublik Deutschland zu suchen und an die Berechtigten zurück zu geben.

Im Ressortvermögen der Bundesfinanzverwaltung befinden sich noch heute rund 2.300 Gemälde, Graphiken, Skulpturen, kunstgewerbliche Gegenstände und zusätzlich 10.000 Münzen und Bücher, die nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges mit zehntausenden weiteren Objekten von den alliierten Streitkräften in Auslagerungsdepots aufgefunden und in zentralen Sammellagern zusammengetragen worden sind. Dieser noch vorhandene Bestand wird als so genannter »Restbestand CCP« (Teilbestand des ehemaligen interner Link folgt (neues Fenster)  Central Collecting Point in München) bezeichnet.

Der überwiegende Teil dieser Kunstwerke befindet sich seit der Mitte der 1960er Jahre als Dauerleihgaben der Bundesrepublik Deutschland in rund einhundert deutschen Museen.

Nach Verabschiedung der Washingtoner und der Gemeinsamen Erklärung wurde eine erneute systematische Untersuchung des Bestandes eingeleitet. Diese Aufgabe wird vom Bundesamt für zentrale Dienste und offene Vermögensfragen (BADV), Referat B 1 wahrgenommen.

Nachdem die Bundesrepublik ihrer Verpflichtung zur Offenlegung der Bestände an Kunst- und Kulturgütern mit fraglicher Herkunft durch die Veröffentlichung in der Datenbank externer Link folgt (neues Fenster)  www.lostart.de erfüllt hatte, folgt mit der Realisierung der Online-Datenbank "Provenienzdokumentation" des BADV zum 1. August 2007 ein weiterer Schritt, der das Bemühen um Transparenz und einen verantwortungsvollen Umgang mit dieser Kunstsammlung unterstreichen soll. Die in der Datenbank interner Link folgt  Provenienzdokumentation des Bundes enthaltenen Kunstwerke stellen eine Auswahl der bisher vom Fachreferat recherchierten Forschungsergebnisse dar, die kontinuierlich erweitert wird.

Kontakt: Harald König harald.koenig@badv.bund.de; Tel.: 030/91608-1292

interner Link folgt (neues Fenster)  Abkürzungen/ Literatur und Quellen


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Letzte Änderung: 09.02.2012